Kosten sparen mit Radverkehr

Kosten sparen mit Radverkehr

04.05.2015

Wenn es um die Kosten unterschiedlicher Verkehrsträger geht, bringen sich die Lobbyisten ganz schnell in Stellung – vor allem jene, die im Namen der Selbstbestimmung, des Einzelhandels oder von sonst etwas den motorisierten Individualverkehr favorisieren. Eine Expertengruppe der Universität Kassel unter der Leitung von Professor Carsten Sommer hat nun eine neue Methode entwickelt, mit der die Kosten der unterschiedlichen Verkehrssysteme für die Kommunen genau erfasst werden können, meldete das Göttinger Tageblatt. Dabei werden Bau- und Unterhaltskosten von Verkehrswegen ebenso berücksichtigt wie mit dem Verkehr in Zusammenhang stehende Einnahmen, etwa durch Fahrkarten oder Parkgebühren; auch der Flächenverbrauch unterschiedlicher Verkehrsmittel wurde berücksichtigt. Und es ist wie bei einem Krimi, dessen Auflösung man schon erahnt: Der Fahrradverkehr kommt die Kommunen deutlich günstiger als der KFZ-Verkehr. Viele haben es schon immer gewusst, manche wollen es bis heute nicht wahrhaben – und leider gehören zur letzteren Gruppe oft genug relevante Entscheider und die besagten Lobbyisten. Bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse von Professor Sommer bis zu ihnen durchdringen – ein Vorgeschmack auf die Untersuchungen der Verkehrsplaner von der Universität Kassel findet sich unter diesem Link.

 
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