Mehr Sicherheit im Mischverkehr

Mehr Sicherheit im Mischverkehr

20.10.2015

Fahrradstreifen auf der Fahrbahn sind nichts Neues und jedem Alltagsradler werden die Vorzüge dieser segensreichen Erfindung bewusst sein: Die abmarkierte Fahrradspur sorgt in den meisten Fällen dafür, dass überholende Autofahrer einen ausreichend großen Seitenabstand einhalten. Auch bei Gegenverkehr achten sie die gestrichelte Linie, wissend, dass ihnen auf ihrer Fahrspur genug Platz bleibt.

Nun hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) untersucht, wie wirksam die Streifen wirklich sind, und dabei Aspekte aufgebracht, an die man nicht unbedingt denken würde. So kam bei der Studie heraus, dass weniger Radler den Gehweg nutzen, wenn die Fahrbahn mit einem Schutzstreifen versehen ist, da sie sich auf der Fahrbahn mit Fahrradspur offensichtlich sicherer  fühlen. Andererseits zeigte sich, dass der Schutzstreifen manchmal auch zu verringerten Seitenabständen beim Überholen führen kann – Autofahrer scheinen sich darauf zu verlassen, dass es ausreicht, die Linie rechts von ihnen nicht zu überfahren. 

Insgesamt ist das Fazit der BASt positiv. Dabei wurde ein Gesichtspunkt, der den E-Bike-Verkehr betrifft, noch gar nicht bedacht: Der Schutzstreifen, der bei Bedarf auch vom motorisierten Verkehr genutzt werden darf, stellt eine optimale Lösung für schnelle E-Bikes dar, die ja in aller Regel von der Radwegenutzung ausgeschlossen sind, auf der Fahrbahn jedoch auch nicht gern gesehen sind.

 
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