Sport? Auf keinen Fall – nur Zeitersparnis

Sport? Auf keinen Fall – nur Zeitersparnis

09.01.2015

"No sports", da ist Erwin Baumgartner eisern. Der stattliche Feuilleton-Redakteur der "Wiener Zeitung" hat mit Radfahren nichts am Hut – oder besser: "hatte". Wie das kam, beschreibt er in einem Essay im "Drahtesel", dem österreichischen Fahrradmagazin: Baumgartner kaufte sich ein E-Bike. Nicht, weil er sich mehr bewegen möchte, und auch nicht, weil er gerne radelt – sondern einfach, um im Berufsverkehr Zeit zu sparen gegenüber der dauerverspäteten Linie 5. 75 Minuten braucht der selbsterklärte Automuffel mindestens bis zum Büro, manchmal bis zu 90 – "zu viel tote Zeit, die man anders besser verwerten kann", schreibt der Journalist. Doch mit seinem neuen Elektrorad ist Baumgartner erheblich schneller: Nur noch 40 Minuten sind es mit dem S-Pedelec, dessen Höchstgeschwindigkeit der Rad-Novize freilich nur ungern ausreizt – ein normales 25-km/h-Modell hätte dem Wiener vielleicht auch gereicht. Wobei dieses beim Anfahren weniger Spaß machen würde.

Eines jedenfalls muss Erwin Baumgartner am Ende seines Essays noch betonen: Mit Sport hat sein Radfahren nicht einmal ansatzweise zu tun.

 

 

 
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