UDV: Kein Extra-Risiko mit Motor

UDV: Kein Extra-Risiko mit Motor

26.02.2015

Die lange Diskussion darüber, ob E-Bike-Fahren besonders gefährlich ist, scheint ein Ende zu haben, meldet der „DVR-report“: Gemeinsam mit der TU Chemnitz hat die Unfallforschung der Versicherer untersucht, was Radlern, E-Bikern und S-Pedelec-Piloten im Straßenverkehr widerfährt. Dazu wurden die Fahrräder von insgesamt 90 Testpersonen für vier Wochen mit Sensoren und Kameras ausgestattet, was zu interessanten Ergebnissen führte: So sind Pedelec-Fahrer nur wenig schneller unterwegs als Radfahrer, was den Schluss zulässt, dass sie die Motorunterstützung vor allem zur Schonung der eigenen Kraftreserven nutzen – eben, um nicht so verschwitzt am Ziel anzukommen.

Die Fahrer von S-Pedelecs legen zwar wie erwartet ein höheres Tempo vor, dies führte im Test jedoch nicht zu einer größeren Zahl gefährlicher Situationen. Alle drei Gattungen waren im Feldtest von den gleichen Konfliktsituationen betroffen; ein Unterschied zum klassischen Unfallgeschehen beim Radfahren kann für normale und schnelle E-Bikes also erst einmal ausgeschlossen werden.

Die Sonderregelungen für S-Pedelecs – Helm- und Versicherungspflicht sowie das  der Radwegeverbot innerorts – befürworten die Autoren der Studie dabei, schreibt der „DVR-report“. Mit gutem Grund, denn alleine die Differenzgeschwindigkeiten dürften die Koexistenz von Fahrrädern und S-Klasse-Pedelecs auf unseren schmalen Radwegen unmöglich machen.

 
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